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Alumni-Interview mit Milan Rohrer

Im Zürcher Kreis 5 zwischen Hauptbahnhof und Museum für Gestaltung hat Milan Rohrer zusammen mit anderen Kreativschaffenden sein Büro eingerichtet. Bei einem Kaffee erzählt er, wie er das Industrial Design Studium erlebt hat und wovon er noch heute am meisten profitiert.

„Erst spät habe ich das Design für mich entdeckt,“ blickt Milan zurück. Als Konstrukteur und grosser Flugzeugfan kam er über die Flugzeugfotografie zum kreativen Arbeiten und entschloss sich schließlich zum Bachelorstudiengang Industrial Design in Zürich.

„Als Computermensch war mir zuerst vieles neu, was ich an der ZHdK kennenlernte. Ich war es nicht gewohnt, so nahe am Material zu arbeiten, stundenlang zu entwerfen oder Schaummodelle zu formen. Heute weiss ich, wie wichtig diese Grundlagen sind.“ Mit steigender Komplexität der Projekte und Aufgabenstellungen habe ihn das Studium immer mehr gepackt, erzählt er: „Bald merkte ich, dass ich meine Ausbildung aktiv mitgestalten kann und auch, dass ich Gas geben muss. 3 Jahre sind eine kurze Zeit – aus dieser wollte ich unbedingt das Beste herausholen.“

Während des Studiums nutzte Milan jede Gelegenheit um seine Fähigkeiten zu erweitern. Er besuchte diverse Z-Module und die Weiterbildungsangebote der ZHdK. Am meisten profitiert habe er aber vom Netzwerk, das er während des Studiums aufgebaut hat.
Neben diversen anderen Projekten lancierte er zusammen mit 4 Mitstudierenden aus dem Departement Design die Publikation und Podiumsreihe VII-Magazin. „Es war uns wichtig den interdisziplinären Dialog an der Zürcher Hochschule der Künste zu fördern. Dafür interviewten wir Studierende und Dozierende aus dem Departement Design und luden Gäste wie Alfredo Häberli oder Fritz Gottschalk zu unserer Podiumsveranstaltung ein. Es war eine spannende Zeit und ich pflege noch immer den Kontakt zu diesem Redaktionsteam!“

Parallel zum Studium partizipierte Milan an Wettbewerben und gewann unter anderem den James Dyson Award sowie den ZHdK Förderpreis für seine Bachelor-Arbeit. „Beim Diplom konnte ich schliesslich alles zusammenführen, was ich in den drei Jahren gelernt hatte: von der Idee zum Produktdesign über die Visualisierung bis zur Präsentation.“

Nach dem Diplom stieg Milan wieder nahtlos in die Arbeitswelt ein. Dies nicht zuletzt wegen den Kontakten, die während des Studiums entstanden sind und weil seine Bachelor-Arbeit die Aufmerksamkeit von Medien und Designbüros erregt hatte.

Nach einjähriger Tätigkeit bei Nose machte sich Milan 2015 selbständig. Sein Tätigkeitsfeld reicht dabei von Konstruktion über Visualisierung, Fotografie, Konzeption bis zur Vermarktung von Produkten. „Ich verstehe mich als Dienstleister, benötige aber Aufgaben, die mich packen! Neue Herausforderungen, so verschieden sie auch sein mögen, spornen mich an. Darum möchte ich offen bleiben und Interdisziplinarität als Stärke nutzen.“

Milan Rohrer, 29, ist gelernter Konstrukteur und hat 2014 den Bachelor Industrial Design an der Zürcher Hochschule der Künste abgeschlossen. Als selbständiger Industriedesigner arbeitet er an der Schnittstelle von der Gestaltung zur Technik und entwickelt Produkte im Bereich des Transportation Designs für diverse Firmen.

Webseite: http://www.milanrohrer.com/

Text & Fotos: Fiona Knecht, ©ZHdK, Fachrichtung Industrial Design 2017

Visualisierung des neuen Voralpen-Express Designs (für die Designagentur Nose AG)
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Milan Rohrer im Atelier
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